Presse


Die Rheinpfalz, 20. Juni 2002 (Lokalpresse, Bandvorstellung)

Die Rheinpfalz, 25. Juni 2002 (Lokalpresse, Konzertkritik)

Die Rheinpfalz, 28. Januar 2003 (Lokalpresse, Konzertkritik)

Willi-Magazin, März 2003 (Pfalzweites Stadtmagazin, Bandvorstellung)

Feedback - Magazin für Livemusik, Juli 2003 (Region Saarland/RheinlandPfalz, Bandvorstellung)


Rheinpfalz, 20. Juni 2002, von Jens Lackmann

Lieder bringen die "Leichtigkeit des Lebens" rüber
Neues Musikprojekt in Kaiserslautern: Sushi Foundation- Erstes Konzert am Samstag im Irish House

Die ersten Gitarren- und Keyboardklänge empfangen mich schon auf der Treppe zum Proberaum. Es ist Montagabend und Sushi Foundation lässt es im Jugendhaus in der Augustastraße wieder richtig krachen. Auf engstem Raum schwitzen und proben die sechs Mitglieder der Band ihr Programm für den ersten Auftritt.
Die Musiker kommen ausschließlich aus dem Kreis Kaiserslautern und spielen seit einem Jahr in dieser Besetzung. Trotz der nur kurzen Zusammenarbeit ist Sushi Foundation keine Anfängerband. Alle sechs Musiker spielten schon oder spielen noch in anderen Bands.
Sushi Foundation entstand mit der Idee, ein vollkommen neues Bandprojekt auf die Beine zu stellen. Keyboarder Sven Bußemer, Bassist Holger Kuntz und Gitarrist Holger Schroth spielten schon in der Metal-Band Centaron zusammen, Kuntz war auch bei Winterland. Die drei entschlossen sich, nach dem Ende von Centaron weiter zu machen und entwickelten aus reiner Laune heraus den neuen Namen.
Zur Band gehören außerdem zwei Frontleute: Andreas Erb und Manuela Montada, die auch in der HipHopBand Trick hoch 90 aktiv sind, sowie Schlagzeuger Dirk Kühn, der seine musikalischen Wurzeln in der Melodic-Metalband Cherokee hat.
In dieser Besetzung probt Sushi Foundation schon seit einem Jahr in dem kleinen Proberaum des Jugendhauses. "Es ist nicht einfach, die Stücke perfekt einzustudieren", so Andreas Erb, "da der Raum viel zu klein ist und wir ihn auch noch mit einer anderen Band teilen müssen". Von daher ist es nicht verwunderlich, dass der gute Gesang der beiden im kleinen Raum viel zu kurz kommt, da die staken Bässe und das wirbelnde Schlagzeug einfach zu lautstark sind.
Doch auch dieser Umstand kann den Spaß und den Willen der Band, erfolgreich zu sein, nicht mindern. In welchen Musikstil lässt sich Sushi Foundation einordnen? "Wir sind eine nicht normale Crossoverband", sagt Holger Schroth. Auf ihren Plakaten kündigen sie sich als HipHopRockband an.
Das ist kein Widerspruch, denn die Musiker greifen immer wieder auf Jazz-, Funky-, Rock- und Souleinflüsse zurück. Eine Brücke zwischen den Stilen zu bauen, ist ihr Ziel. Grundsätzlich wird aber in den Liedern wie "Immer noch", "Rainbow" oder "Light my fire" gerappt. Stücke wie Texte sind einfach gestrickt. Für Bassist Holger Kuntz bringen die Lieder einfach die "Leichtigkeit des Lebens" rüber.
Die Band, die ausschließlich Eigenkompositionen spielt und diese auf Deutsch oder auch Englisch zum Ausdruck bringt, strotzt nur so vor Freude und Ehrgeiz, dass man von einem Erfolg beim ersten Auftritt ausgehen kann.
Wer will, kann Sushi Foundation am kommenden Samstag im Irish House hören; außerdem spielt die Band beim Lauterer Altstadtfest. Mehr Infos gibt es demnächst im Internet unter www.sushi-foundation.com.

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Rheinpfalz, 25. Juni 2002, von Andreas Keller

Zur Quadratur des Kreises fusioniert
Doppelkonzert im Irish House- Gelungenes Debüt der Formation "Sushi Foundation"

Öfters mal was Neues: Wer hätte gedacht, dass in Sachen "Crossover" doch noch nicht alles vorbei ist. Am Samstagabend zeigten im Irish House gleich zwei Bands, dass die Zeiten fruchtbarer Vermischung mit Bluesrock und Rockjazz nicht zu Ende sind.
Ziemlich voll und umtriebig war es im großen Konzertsaal, und zugleich herrschte, anders als sonst meistens, eine gewisse gespannte Erwartung. Immerhin hatte sich eine brandneue Band zu ihrem allerersten öffentlichen Auftritt angekündigt. Mehr noch: Das Sextett mit dem ungewöhnlichen Namen "Sushi Foundation" hat sich dem Vernehmen nach einem ganz frischen, ganz neuen Musikstil verschrieben. Da konnte man schon gespannt sein. Als sie dann zu fortgeschrittener Stunde auf der Bühne standen, enttäuschten sie die zum Teil doch sehr hohen Erwartungen des Publikums kein bisschen. Nichts geringeres als knallharten Rock und heftig schnellen HipHop bieten die sechs Protagonisten aus dem Lauterer Umland- fest geschnürt im Doppelpack, rhythmisch eng verschlungen, sich harmonisch gegenseitig durchdringend. Damit ist der Band musikalisch fast so etwas wie die Quadratur des Kreises gelungen. Denn eigentlich passen die beiden Stil-Welten ja nicht so recht zusammen. Obwohl beide historisch aus einer gewissen Protesthaltung heraus entstanden sind, divergieren die äußerlichen Ausprägungen nicht zuletzt im Gesang und der Rhythmik halt doch ziemlich.
Insofern waren internationale Vorläufer, die ähnliche Experimente vor ein paar Jahren starteten, nach der Strohfeuerphase nicht mehr all zu erfolgreich. "Sushi Foundation" indes hat entscheidenderweise die langjährige Erfahrung zur bruchlosen Zusammenführung dieser beiden schwer zu vereinbarenden Genres und damit dann auch so etwas wie jenes nicht leicht zu definierende "Feeling", mit dem etwa die beiden Rapper Andreas Erb und Manuela Montada relativ locker ihre durchweg selbst geschriebenen Rap-Sequenzen über astreinen Hardrock legen. Das Gespür für die beidseitig elegante Fusion kommt nicht von ungefähr: Die vier Instrumentalisten entstammen so namhaften Bands wie "Centaron" und "Winterland". Da weiß man, was man tut. Und: Gemeinsam sind sie stark. Feuerprobe bestanden. (...)

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Rheinpfalz, 28. Januar 2003, von Andreas Keller

Überraschendes im Sound
"Prozac", "Sushi Foundation" und "Hard To Swallow" im Irish House

Kleine Rockfestivals mit drei oder mehr Gruppen pro Abend können sich endlos in die Länge ziehen. Aber die Devise "Wenn schon Masse, dann mit Klasse" hat sich wohl durchgesetzt. Ganz offensichtlich war das so, als im rappelvollen "Irish House" drei lokale Bands kurze, aber um so anspruchsvollere Programme ablieferten.
Den Auftakt übernahm die Saarländer Band "Prozac" (...)
Für eine Überraschung sorgte im Anschluss die "Sushi Foundation". Ihren "merk-würdigen" Mix aus Rockrhythmen und deutschsprachigem Hochgeschwindigkeits-Rap hat man so homogen noch nicht gehört. Die Formation hat ihren Schwerpunkt offenbar noch mehr auf härteren Rock gelegt, was dem Profil zusätzliche Stärke gibt. Puristen bemängeln zwar bisweilen, dass die Band um die beiden Vokalisten Manuela Montada und Andreas Erb sich doch mal entscheiden sollte, was sie nun endlich will- Rock oder Rap. Indes: Gerade im miteinander verschweißten Doppelpack liegt der stilistische Reiz- sofern er so technisch sauber zusammengeführt wird wie bei "Sushi Foundation". Im gerade erst ein paar Tage zuvor entstandenen Titel "Tom, der Held des Tages" zeigte sich diese Fähigkeit sogar gepaart mit kompositorischen Können.
Auch die noch sehr jungen Pirmasenser "Hard To Swallow" (...)

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Willi-Magazin, März 2003

Local Hero
Sushi Foundation- alles andere als ein kalter Fisch...

Im neuen Jahr richtig Gas geben wollen sechs Musiker aus Kaiserslautern. Die Rede ist von dem Bandprojekt "Sushi Foundation", das seit etwa einem Jahr existiert. Ihr ungewöhnlicher Mix aus Rockmusik, Rap, Soul, Funk und vielen weiteren musikalischen Sparten lässt erkennen, dass jedes Bandmitglied verschiedene Wurzeln hat. Alle Bandmitglieder kommen aus anderen Bereichen und bringen ihre jahrelangen musikalischen Erfahrunen mit.
So haben beispielsweise der Keyboarder Sven Bußemer, das Bassist Holger Kuntz und der Gitarrist Holger Schroth bereits früher zusammen in der Metal-Formation "Centaron" gespielt. Der Rapper Andreas Erb und die Sängerin Manuela Montada kommen aus einer ganz anderen Ecke: Sie waren bisher als Frontpersonen der HipHop-Formation "Trick hoch 90" zu hören.
"Getroffen haben wir uns alle eigentlich ganz zufällig", verrät der Schlagzeuger Dirk Kühn, der auch noch bei der Melodic- Band "White Strings" spielt. Aus einer kleinen "Jam-Session" entstand die Idee, zusammen Musik zu machen. Schnell hatte man sich zusammengerauft.
Mittlerweile steht ein etwa eineinhalb-stündiges und äußerst vielseitiges Programm an Eigenkompositionen. Die deutsch- und englischsprachigen Texte handeln von der "Leichtigkeit des Lebens" und sollen einfach die positive Lebens- und Grundeinstellung der Band rüberbringen. Und diese Leichtigkeit spiegelt sich auch in der Musik von "Sushi Foundation" wider: Es gibt keine Grenzen. Ob souliger Gesang, lockere Rapflows, rockiger Metalsound, funkige Gitarrenparts, jazzige Bläsersamples, düstere Keyboards oder sogar ein klein wenig Volksmusik; Die Musiker leben das Motto "Wir sind offen für alles!"
Für die Zukunft planen sie gerade einige Gigs und wollen möglichst viel live spielen, um ihr Programm verbessern und festigen zu können. Außerdem basteln sie gerade an einer kleinen Demo-CD und arbeiten deshalb mit Hochdruck an ihren ersten Studioaufnahmen. Auch die Homepage www.sushi-foundation.com ist in Planung.
Von "Sushi Foundation" wird man also mit Sicherheit in nächster Zeit noch einiges zu hören bekommen!

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Feedback, Juli 2003, von Josh Mayer

Sushi Foundation
Die letzten Samurai

Es begab sich im Januar des Jahres 2002 im schönen Kaiserslautern, daß sich sechs Musiker zusammentaten, die auf den ersten Blick eigentlich so gar nicht zusammenpassen würden. Rapper Andreas Erb und Sängerin Manuela Montada waren bis zu diesem Zeitpunkt als Frontleute der HipHop-Formation Trick hoch 90 zu hören. Mit dieser Band spielten sie bereits einige Gigs im südwestdeutschen Raum und konnten sich so einen Namen in der regionalen HipHop-Szene machen. Der Rest der Musiker entstammte allesamt der Metal-Rock-Szene. Keyboarder Sven Bußemer, Bassist Holger Kuntz und Gitarrist Holger Schroth kannten sich bereits von der Landstuhler Metal-Formation Centaron, in der sie vor einiger Zeit einmal zusammen gespielt hatten, und Schlagzeuger Dirk Kühn frönt dem harten Sound noch immer bei der Neunkircher Gruppe Cherokee. Die Sushi Foundation war geboren!
Nun galt es, einen gemeinsamen musikalischen Nenner zu finden, der jedoch kein Abklatsch des gerade aufkeimenden Nu-Metal im Stil von Papa Roach, Linkin Park oder Limp Bizkit sein sollte. Zwei Aspekte verhinderten jedoch von Anfang an ein Abdriften der Band in kommerzielle Trend-Gefilde: Die langjährige Erfahrung der einzelnen Musiker und ihre Experimentierfreudigkeit. Und so entstand in den letzten anderthalb Jahren ein Sound, der sich aufgrund seiner vielfältigen musikalischen und stilistischen Einflüsse abwechslungsreich und dabei erstaunlich homogen präsentiert. Die Sushi Foundation steht für Gute-Laune-Sound, hauptsächlich ein Mix aus HipHop-, Soul-, und Rock-Elementen; Musik, die sich jedoch niemal neuen und ungewöhnlichen Einflüssen verschließt. Ob souliger Gesang, bouncende Raps, funky Gitarren oder auch harte Rockbeats: Es geht quer durch die Musikstile aktueller Rock-Pop-Musik. Auch bei den Texten hält sich die Sushi Foundation nicht an gängige Konventionen. Gesungen und gerappt wird sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache. Entscheidend ist dabei lediglich, daß die jeweilige Art des Gesengs sich optimal in das Gesamtkonzept des jeweiligen Songs einpaßt.
Die Texte handeln von der Leichtigkeit des Lebens und stehen für die positive Lebens- und Grundeinstellung der Band. Keine depressive Weltschmerzstimmung und kein übertriebenes Selbstmitleid, heißt die Devise der Pfälzer. Das Leben ist anstrengend genug, um die Alltagssorgen auch noch in die Musik einfließen zu lassen, für diese Einstellung leben die Bandmitglieder, und genau das wollen sie auch ihrem Publikum vermitteln.

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